Orientalischer Tanz
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Der Orientalische Tanz ist ein sehr traditionsreicher Tanz, der seinen Ursprung im alten Ägypten hat. Heute ist der orientalische Tanz, in Deutschland vorwiegend als „Bauchtanz“ bezeichnet, als Teil orientalischer Kultur Ägyptens, der Türkei, des Libanon, des Irans (nach der Machtergreifung der Fundamentalisten nur noch im privaten Kreis unter sich), Marokkos, Tunesiens, Saudi-Arabiens und vieler weiterer Länder nicht mehr wegzudenken. Er gehört als eine Art „Volkstanz“ auf viele Feierlichkeiten, wie zum Beispiel auf Hochzeiten. Im heutigen Ägypten wird er (als sog. „Raqs Sharki“) in vielen First-Class-Hotels in Verbindung mit Live-Musik, Gesang und Essen als Unterhaltung für Einheimische und Touristen angeboten.

Doch der orientalische Tanz ist mehr als „nur“ der in Europa hauptsächlich bekannte Tanz im zweiteiligen Kostüm; auch die jeweils landestypischen Folklore-Arten gehören zum Bereich des Orientalischen Tanzes. Eine ausgefeilte Isolationstechnik der Hüft-, Bauch-, Brust-, Schulter- und Kopfpartie, vor allem kräftige und akzentuierte, energetische Hüftbewegungen, aber auch eine schöne Körper- und Armhaltung, filigrane Handbewegungen und weiche, fließende Bewegungen charakterisieren unter anderem das breitgefächerte Bewegungsrepertoire des Orientalischen Tanzes.

Seit in den 70er Jahren der orientalische Tanz nach seiner ersten Erfolgswelle in den U.S.A. auch in Europa populär wurde, begann er, auch eine europäische Handschrift zu erhalten. Heute gehören Fusionen mit anderen Tanzstilen (Afro, Indischer Tanz, Jazz, Latin, Modern, etc.) längst zum Repertoire vieler professioneller TänzerInnen, wobei sich jede/r je nach Vorliebe spezialisiert oder eben ausschließlich beim -ebenfalls technisch immer virtuoser werdenden-  'klassischen' orientalischen Tanz bleibt. Als Accessoires beim Orientalischen Tanz bzw. auch bei Fantasy-Tänzen kommen vor: Schleier, Zimbeln, Tambourin, Säbel, Leuchter, Kerzentablett, Isis-Wings, Stock (Folklore), Kerzenschalen, kleine Tücher, Löffel (Folklore), Bänder oder Fackeln (bei entsprechender Ausbildung) und vieles mehr.  In den 90er Jahren kam noch der Tribal Style hinzu, ein Tanzstil aus den U.S.A., u.a.  mit Anleihen aus verschiedenen orientalischen Folklorerichtungen und dem Flamenco, bei dem vor allem die Freude am gemeinsamen Tanzen in der Gruppe (als 'Tribe') im Vordergrund steht. Auch der Tribal Style strotzt vor Experimentierfreude: Von Tribal Fusion über Gothic und Urban Tribal u.v.m. reichen auch hier die Entwicklungen.

So inspiriert der Orientalische Tanz wie kaum ein anderer zum Verwirklichen eigener Ideen und individueller Ausdrucksmöglichkeiten.

Um so bedauerlicher ist es, dass ihm noch immer ein 'anrüchiges' Image anhaftet und dass es ihm deshalb nur schwer gelingt, neben anderen Tanzsparten als quicklebendige Tanzkunst mit endlosem Entwicklungspotential die verdiente Anerkennung zu erhalten. Hierfür setzen sich in den letzten Jahren verstärkt diverse neue Ausbildungsprojekte, seit Jahren schon die TänzerInnen selbst sowie auch der Bundesverband für Orientalischen Tanz ein, die es jedoch schwer haben, außerhalb der orientalischen Tanszene selbst wahrgenommen zu werden.

Duo-Dream
Cowgirls
Duo-Rieder


Fotos oben und unten: Xenia mit Joy Lovely (Fotos: Franz Fender), Foto Mitte: Asmahan El Zein, Nasra, Joy Lovely und Xenia (Foto: André Elbing)